Nationaler Trauertag
Glockengeläut am 09. Januar 2026 um 14.00 Uhr
Die Gedenkfeier für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana wird am Freitag in Martigny stattfinden. Der Grund für den Ortswechsel sind die zu erwartenden Schneefälle und Sicherheitsbedenken. Die Schweiz hat 35 Länder eingeladen.
(bal) Die Vorbereitungen für die Gedenkfeier, die anlässlich des nationalen Trauertags vom Freitag stattfinden wird, «sind im Gange». Dies teilte der Kanton Wallis am Dienstag mit. Ursprünglich war die Feier in Crans-Montana geplant. Wegen der zu erwartenden Schneefälle und der Sicherheit werde die Zeremonie in Martigny stattfinden, und zwar im Ausstellungs- und Versammlungszentrum (CERM).
Der offizielle Teil, der sich an die Angehörigen richtet, beginnt demnach um 13.45 Uhr in Anwesenheit von internationalen, eidgenössischen, kantonalen und lokalen Behörden. Eine Übertragung der Zeremonie für die Bevölkerung wird im Kongresszentrum «Le Régent» in Crans-Montana organisiert.
35 Länder eingeladen
Für die Gedenkzeremonie hat die Schweiz 35 Länder eingeladen, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstag meldet. Darunter seien die direkt von der Tragödie betroffenen Staaten sowie diejenigen, die ihre Hilfe angeboten hätten, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten auf Anfrage der Agentur mit.
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron wird an dem Gedenkanlass teilnehmen. Voraussichtlich wird zudem Italiens Präsident Sergio Mattarella ins Wallis reisen, wie Keystone-SDA unter Berufung auf die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet.
Neun französische Staatsangehörige, darunter eine französisch-schweizerische Doppelbürgerin kamen bei dem Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana ums Leben. Aus beiden Ländern stammen mehrere Verletzte. Insgesamt starben 40 Menschen, 116 Personen wurden verletzt.
Glockengeläut am nationalen Trauertag
Der Bundesrat hat in Zusammenarbeit mit den drei anerkannten christlichen Kirchen in der Schweiz den 9. Januar 2026 zum nationalen Trauertag erklärt. Als Zeichen der Verbundenheit sollen um 14 Uhr alle Kirchenglocken in der Schweiz läuten. Auch eine Schweigeminute ist vorgesehen.
Am Freitagabend finden in den Kathedralen von Freiburg und Lugano Gedenkanlässe statt, wie die Diözesen Lugano sowie Lausanne, Genf und Freiburg mitteilen. In Freiburg ist es eine Diözesanmesse und in Lugano eine Feier, an der die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Tessin präsent sein werden.
von kath.ch